Ausstellung Murkens Hof

Ausstellung im Kulturzentrum Murkens Hof

Fyrtårn – Malerei

Gemälde von Peter Barthold Schnibbe

Ausstellung vom 3. Dezember 2017 – 4. Februar 2018

Kulturzentrum Murkens Hof - Fyrtarn-MalereiKulturzentrum Murkens Hof - Fyrtarn-Malerei

Ausstellungseröffnung am 3. Dezember 2017 um 11:15 Uhr
in den Räumen der Lilienthaler Kunststiftung im Kulturzentrum Murkens Hof

Dr. Bettina Jachens
Peter Barthold Schnibbe
musikalische Begleitung: Michael Thienert, Gitarre

„Maler beten mit den Augen“ (Otto Quirin)

Peter Barthold Schnibbe

  • geboren 1951 in Bremerhaven
  • wohnhaft in Weyhe – Melchiorshausen bei Bremen
  • Studium der Kunst und Germanistik in Landau/Koblenz (1971/72) und Bremen (1972/77), Arbeit als Studienrat
  • Seit 1996 freischaffend
  • Studienreisen in die USA, nach Kanada, Irland, Italien, Frankreich, Dänemark und Schweden.
  • Häufige Arbeitsaufenthalte in den Künstlerkolonien Ahrenshoop, Skagen und Worpswede
  • Ausstellungen seit 1989 unter anderen in Neustadt/Wstr., Weyhe, Syke, Berlin, Bremen, Hannover, Worpswede, Forum Form Clemenswerth, Lüneburg, Rotenburg, Krakow am See, Bad Zwischenahn, Warnemünde, Speyer,Wiesbaden, Künstlerhaus Spiekeroog, Osnabrück, Baden-Baden, Düsseldorf, Wieck/Darss, Cuxhaven, Schiffahrtsmuseum Bremerhaven, Ahrenshoop/Darss, Hoogeveen (NL), St.Louis (USA), Edmonton (Can);
  • Das Bild „The Hour of Birth“ segelt seit 2005 auf der USCGC „Eagle“, Dreimastbark der US-Coast Guard, um den Globus.
  • Das Triptychon „Riders on the Storm“ hängt als Dauerleihgabe der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger im „Deutschen Schiffahrtsmuseum“ Bremerhaven.
  • Veröffentlichungen ab 2011 in Auswahl:
    Kunstwelten, Witten 2011, Seiten 786 – 795;
    Kunst & Material, Witten 2012, Jan.-Feb.,Seiten 4 – 13/78;
    Die Gorchfock und ihre Schwesternschiffe, München 2012, Seiten 80 – 83: „Der Maler und sein Vater“;
    Schiff classic, Ausgabe 3, 2014; Deutsche Schiffahrt, Bremerhaven 2/2016, Seiten 15 – 18: „Bildgeschichten zur See“
  • 2014, Schenkung des Triptychons „Riders on the Storm“ an die DgzRS.

Peter Barthold Schnibbe wuchs die ersten acht Lebensjahre an der Wesermündung auf dem Deich auf. Vor allem die erste Zeit war auf Grund der Zusammenarbeit seines Vaters, des Kapitäns Barthold Schnibbe, mit den Amerikanern von jenen mitgeprägt. Elemente wie Weite, Freiheit und bildnerische Amerikanismen beeinflussen bis heute Schnibbes Malerei.

Sowohl mütterlicher- als auch väterlicherseits gibt es verwandtschaftliche Bezüge zu Malern und Dichtern wie Professor Hermann Schnee, Hermann Allmers und Wilhelm Schnibbe, der mit Hans Arp in freundschaftlichem Austausch stand.

Schon in der Jugend arbeitet der Maler zumeist gegenständlich, favorisiert Caspar David Friedrich aber auch die Impressionisten. Während des Studiums entstehen große Schwarz/Weiß Grafiken, obwohl die Farbe Schnibbes zentrales Metier ist – er entzieht sich so, abgesehen von den Pflichtaufgaben, dem künstlerischen Einfluss seiner Professoren. In dieser Phase macht er auch Bekanntschaft mit den amerikanischen Fotorealisten.
1978 entsteht wieder ein farbiges Ölgemälde, der „Highway“, ein kanadisches Motiv, das an Edward Hopper erinnert. Darauf aufmerksam gemacht, entdeckt Schnibbe einen „Bruder im Geiste“ in ihm.
Hopper, Kroyer und Georgia O´Keeffe werden bis heute zu wichtigen Wegbegleitern. Aber auch Picasso, dessen ungeheures Können er schätzt. Als menschliches Ideal sieht er Jesus, nicht den kirchlichen Heiligen, sondern den Menschen, dessen Liebe, Humanität und Courage für ihn der Inbegriff einer zu bewahrenden Lebensform sind.

Peter Barthold Schnibbes zweite große Leidenschaft ist die Musik, seit seinem 15ten Lebensjahr ist er aktiver Musiker. Kunst ist die ernsthafte Arbeit, Musik der rote Energiefaden in seinem Leben.

Die meisten seiner heutigen zumeist in Acryl gefertigten Gemälde erzählen verdichtete Geschichten von Menschen und nehmen sich die Freiheit im malerischen Ausdruck, die auch für den Maler und seinen Umgang mit der Welt bezeichnend sind.

Sie lassen uns in die Seele des zum Motiv Erhobenen blicken, in Momenten des Innehaltens, der Melancholie, der Trauer oder der Ausgelassenheit, der Freude, der Gelassenheit.
Diese Tiefe wird durch unterschiedliche Verfahren erreicht; die Wahl der Bildelemente, Komposition und Farbigkeit aber auch zum Beispiel durch die Abbildung der Natur – in klassisch romantischer Tradition – als Ausdruck der Seele.

Die Motive begegnen Peter Barthold Schnibbe im Bollnowschen Sinne, unerwartet, verändernd, erhaben. Er findet sie im neugierigen direkten Austausch mit Menschen und der Welt, aber auch in medial vermittelten menschlichen Kommunikationsformen wie in der Fotografie und im Film.

„Peter Barthold Schnibbe nutzt, dass der Mensch ein Wesen ist, das nur über seine Möglichkeit des Austauschs, der Kommunikation mit anderen Dingen und Menschen sein Menschsein entfaltet. … Wir als Betrachter seiner Arbeiten erhalten einen Einblick in unzählige Lebenssituationen, die den Menschen in seiner Stärke und Schwäche zeigen, ihn aber nie vorführen, sondern immer wohlwollend und mitfühlend.(Ulla Hocker, Arte-TV)“

Kontakt:
Peter Barthold Schnibbe
Fuhrenkamp 77
28844 Weyhe – Mhs.

0421 804461 / 0172 4284061
www.arthold.com

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