Sonderangebot Nordsee

Sonderangebot

Faszination Nordsee

Maler sehen das Meer

Sonderangebot Faszination Nordsee

SONDERANGEBOT
Sie erhalten – nur bei uns der Kunstschau – den Kunstband zu einem Preis von 12 €;
bei Abnahme von zwei Bänden zahlen Sie zusammen sogar nur 20 €.

Eckart Ehlers – Katharina Groth

Neuerscheinung 04. April 2015

Das Buch hat 160 Seiten, Hardcover, 30 X 21,5 cm
kostet 22,00 €
Es ist in Museen, Galerien und im Buchhandel erhältlich.
ISBN 978-3-00-049603-5

Rezension von Uwe Dammann – Weser-Kurier 21. Juni 2015

„Und überall ist das Meer. . . Die Dinge können wir nicht vergessen. Das große Rauschen. . . Das Meer ist die Historie dieses Landes. Es hat kaum eine andere Vergangenheit“, schreibt Rainer Maria Rilke in seiner berühmten Worpsweder Monografie. Die Nähe zum Meer zog nicht nur Rilke in das Künstlerdorf, sondern auch viele Maler und Bildhauer in die Region zwischen Weser, Ems und Nordsee. Der ewige Lauf der Brandung, Strömungen und Gezeiten war eine Fundgrube für die Maler.
Das lässt sich nun auch in dem prächtig ausgestatteten Bildband „Faszination Nordsee – Maler sehen das Meer“ vom Lilienthaler Kunstkreis nachvollziehen, in dem der Rilke-Text als Prolog dient . Das mit zahlreichen Bildern ausgestattete Buch wurde von Eckart Ehlers und Katharina Groth herausgegeben und begleitet die aktuelle Ausstellung der Kunststiftung, die noch bis zum Oktober in Lilienthal (Trupe 6) zu sehen ist.
Dieser Bildband enthält nicht nur ausgestaltete alte Karten von der Jade-, Elb- und Wesermündung, sondern vor allem schöne, zum Teil doppelseitige farbige Abbildungen der Gemälde der ausgestellten Maler. Wogende Wellen, prächtige Schiffe oder idyllische Küstendörfer dominieren. Die informativen Texte befassen sich allgemein mit dem Genre der norddeutschen Landschaftsmalerei, mit den Künstlerkolonien in Cuxhaven, Bremerhaven und auf den ost- und nordfriesischen Inseln. Paula Modersohn-Becker war beispielsweise mit Otto Modersohn 1903 auf der Insel Amrum, und versah nicht nur einige Postkarten mit humorvollen Skizzen, sondern widmete sich in ihren Malstudien den Höfen und der Natur. Paula Modersohn-Beckers berühmtes Bild „Mädchen in Dünenlandschaft“ entstand auf der Nordseeinsel.

Rezension von Donata Holz – Weser-Kurier  5. Juni 2015

„Und überall ist das Meer. (…) und der Wind, der breite mächtige Wind bringt seinen Duft. Das Meer ist die Historie dieses Landes.“ So schrieb es Rainer Maria Rilke 1903 in seinem Buch über Worpswede. Wie die Dichter ließen sich auch die Maler immer wieder vom Meer inspirieren und bannten Schiffe, tosende Wellen, die Fischer und auch die Badenden auf die Leinwand. In der Kunstschau Lilienthal wird dies in der Ausstellung „Faszination Nordsee“ deutlich. Unter diesem Titel hat die Kulturstiftung jetzt auch ein Buch herausgegeben, das über Mythos und Realitäten des Meeres berichtet und einen repräsentativen Überblick maritimer Malerei vom 18. bis zum 21. Jahrhundert gibt.

Eine kurze Einführung zu der Entwicklungsgeschichte der Nordsee und der beiden Hansestädte Hamburg und Bremen von Hans Adolf Cordes bildet den Auftakt, während Eckart Ehlers sich mit der Natur- und Kulturgeschichte des Nordseeraumes auseinandersetzt. Er gibt einen Blick auf die Sturmfluten und die Auswirkungen der Naturereignisse auf die Menschen. Gleichzeitig beleuchtet er die Entwicklung der Nordsee und ihrer Küsten aus geologisch-historischer Sicht und verdeutlicht schließlich auch die Bedrohungspotenziale durch den Klimawandel.

Vom Seestück zu Farbmeeren

Mit diesen Ausführungen bietet der Autor Hintergrundinformationen und eine Basis zu dem künstlerischen Aspekt des Themas, dem sich Katharina Groth widmet. Sie beschreibt in ihrem ersten Aufsatz „Die deutsche Nordsee und ihre Künstler“ und beginnt mit ihren Betrachtungen im 17. Jahrhundert, als sich die realistische Darstellung des Meeres, das sogenannte „Seestück“, zu einem wichtigen Motiv in der flämischen und niederländischen Malerei entwickelte. In Deutschland, so erfährt man, erhielt die Marinemalerei durch Kaiser Wilhelm II. eine besondere Bedeutung, „da er glaubte, dass die Zukunft seines Herrschaftsgebietes auf dem Meer läge“.

Im 19. Jahrhundert war es eher der romantische Aspekt, unter dem das Meer betrachtet und neu interpretiert wurde, während mit Beginn der Industrialisierung sowohl Hafenarbeit als auch das Strandleben im Bild Ausdruck fanden. Mit der Malerei anfangs des 20. Jahrhunderts beschreibt die Autorin die „Farbmeere“ von Künstlern wie Erich Heckel, Paul Gauguin oder Emil Nolde, die sich mit ihren expressionistischen Bildern von der Lokalfarbe lösten.

Im dritten Teil widmet sich Katharina Groth den Malern an der deutschen Nordsee und schildert die Vielfalt der Motive und deren Interpretation, die sich zum Teil auch in der Ausstellung wiederfinden. Dabei wirft sie unter anderen einen Blick auf Paul Ernst Wilke, Willy Damasch und Paul Wohlde ebenso wie auf Franz Radziwill und Hermine Overbeck-Rohte, um schließlich auf zeitgenössische Maler wie Rainer Fettig und Stefan Ringeling hinzuweisen. Zugleich unternimmt sie bildnerische Reisen nach Cuxhaven, Dangast oder Sylt.

Mit dem Band „Faszination Nordsee – Maler sehen das Meer“ bietet die Lilienthaler Kulturstiftung eine bereichernde Ergänzung zu ihrer Ausstellung. Das umfassend bebilderte Buch wurde von Hans-Günther Pawelcik gestaltet.

Logo Kunstschau
Logo Facebook