Selten gezeigt

Ausstellungsarchiv

Selten gezeigt – Kunst der „Verschollenen Generation“

Gemäldeausstellung vom 6. November 2016 – 26. Februar 2017


Entenhäuser an der Wümme von August Haake

Entenhäuser an der Wümme von August Haake
Lilienthaler Kunststiftung

Das Konzert von Curt Wittenbecher

Das Konzert von Curt Wittenbecher
Leihgabe: Bremer Heimstiftung

An der Küste der Normandie von Dietz Edzard

An der Küste der Normandie von Dietz Edzard
Privatbesitz

Wir zeigen über 100 Gemälde von 25 Malern aus Bremen, Fischerhude, Lilienthal und Worpswede

In unserem Kulturdreieck Worpswede – Fischerhude – Lilienthal und Bremen entstand ab 1850 eine kaum vergleichbare Fülle an künstlerischen Entwicklungen.
In unserer Region haben Kunstschaffende jeder Epoche gelebt, gewirkt und unterschiedliche Kunstrichtungen wie Historismus, Naturalismus, Im- oder Expressionismus und Abstraktion vertreten.
In dieser Ausstellung zeigen wir einen repräsentativen Querschnitt der Werke jener Maler, die nach 1900 gewirkt haben und vielfach als Künstler der zweiten und dritten Generation bezeichnet werden.

Es sind Maler, die oft beide Weltkriege durchlebten und Inflation und Weltwirtschaftskrise überstehen mussten. Hinzu kamen nach 1918 extreme Stilschwankungen in der Kunst, die eine Neuorientierung oder einen kompletten Neuanfang verlangten. Insbesondere ab 1933 mündete dies durch die Nationalsozialisten in Berufsverbote, Gleichschaltung, künstlerischen Belanglosigkeiten und auch in Anpassung an die neuen politischen Verhältnisse. Diese Künstler fallen auch teilweise unter den Begriff „Verschollene Generation“.

Die Ausstellung greift Künstler aus Bremen, Fischerhude, Lilienthal und Worpswede heraus, deren Werke zu Unrecht nicht bekannt oder nur wenigen  Kunstinteressierten vertraut sein:

Carl Aste (1899-1942), August Haake (1889-1915), Bernhard Huys (1896-1973),
Carl Jörres (1870-1947), Alfred Kollmar (1886-1937), Rudolf Kortokraks (1928),
Friedrich Kunitzer (1907-1998), Karl Krummacher (1867-1955),
Alfred Lichtenford (1902-1986), Walter Müller (1901-1975),
Erhard Mitzlaff (1916-1991), Rudolf Hartogh (1899-1960),
Wilhelm Heinrich Rohmeyer (1882-1936), Friedrich Rumler-Siuchninsky (1884-1953),
Albert Schiestl-Arding (1883-1937), Georg Tappert (1880-1957),
Carl-Emil Uphoff (1895-1971), Bram van Velde (1895-1981).

Drei interessante Protagonisten, die in Bremen ihren Wirkungskreis hatten, sind:
Dietz Edzard (1893-1963), Rudolf Hengstenberg (1894-1974)
und Kurt Wittenbecher (1901-1978).

Dietz Edzard, Sohn einer alten hanseatischen Patrizierfamilie, hatte, obwohl weitgehend Autodidakt, schon früh als Maler und Grafiker internationale Erfolge. Er lebte ab 1928 in Paris und verstarb auch dort.
Er war einer der bedeutendsten in Bremen geborenen Maler.

Rudolf Hengstenberg studierte u.a. an der Kunstakademie in Stuttgart und schloss dort als Meisterschüler ab. Anschließend ging er als freischaffender Künstler nach Potsdam. 1943 übernahm er in Bremen als Nachfolger des Worpsweder Malers Fritz Mackensen die Leitung der Nordischen Kunsthochschule. Ab 1947 arbeitete er in Bremen als Kunstlehrer und freier Künstler.

Curt Wittenbecher wurde in Magdeburg geboren und dort 1928 nach umfassender Ausbildung freischaffend tätig. Er leitete ab 1939 die Magdeburger Kunstausstellungen. 1949 zog er nach Worpswede und lebte ab 1953 in Bremen.

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